Inspiration Linien und Schatten

Linien & Schatten – Eine fotografische Spurensuche

Letztes Jahr hatte ich euch bereits ein wenig Inspiration zum Thema „Fotoserien“ gegeben – und in diesem Blog geht es mit frischen Ideen weiter. Durch die „Hausaufgaben“, die ich ihm Rahmen meiner Teilnahme an der Fotoakademie bekomme, entstehen immer wieder neue Impulse, die ich gerne mit euch teile. Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen der Ideen!

Seit dem Sommer 2025 bin ich – gemeinsam mit fünf weiteren Fotografinnen und Fotografen – Teilnehmerin der „Fotoakademie“, die der Augsburger Fotograf Stefan Mayr seit einigen Jahren über seine „Lighthouse“-Fotoschule anbietet.
Die Fortbildung erstreckt sich über rund eineinhalb Jahre. Wir bekommen regelmäßig Aufgaben, die uns helfen sollen, unsere Fotografie weiterzuentwickeln und – wie ich es nennen würde – „besser sehen“ zu lernen.
Im Januar standen gleich mehrere Themen auf dem Plan. In diesem Blog möchte ich mich auf zwei Hauptbereiche konzentrieren: Linien und Schatten.
Ich habe ich mich fleißig auf die Suche nach Motiven gemacht – was zu Beginn des Jahres gar nicht so einfach war. Wer in einem Nebelgebiet lebt, weiß: Ohne Sonne gibt es auch keine Schatten.
Doch das sollte sich bald ändern. Ende Februar war ich mit meiner „Mit-Akademikerin“ Tanja im Botanischen Garten in München unterwegs – und dort haben wir reichlich Motive gefunden.

Teil : Linien – stille Ordnung der Welt

Linien begegnen uns überall: an Säulen und Fassaden, in architektonischen Details oder in der Natur – etwa in gleichmäßig geformten Blättern. 
Linien führen uns durch ein Bild, sie können gerade, geschwungen oder kreuz und quer verlaufen.
Im Botanischen Garten habe ich besonders im Farn-Gewächshaus viele spannende Motive entdeckt. Diese wunderbaren Pflanzen laden geradezu dazu ein, ihre Blattstrukturen in Linienbildern festzuhalten.
Dass dabei – bei Sonnenschein – auch interessante Schatten entstehen, ist ein schöner Nebeneffekt.

Ein paar Tipps:

  • wechselt die Perspektive – schaut von unten, von oben, durch etwas hindurch
  • sucht Linien auch dort, wo es auf den ersten Blick chaotisch wirkt
  • nutzt Linien als „Wegweiser“ durch eure Bilder

Teil 2 – Schatten, das Spiel mit dem Unsichtbaren

„Wo Licht ist, ist auch Schatten“ – den Spruch kennt sicher jeder von euch. Und genau das kann zum Problem werden, wenn die Sonne sich tagelang nicht blicken lässt.
Doch irgendwann war es soweit: Die Sonne kam zurück, und plötzlich sah ich überall Schatten – und oft auch Linien.

Für dieses Thema war ich fast ausschließlich in der Natur unterwegs. Auf dem Land findet man nicht immer sofort architektonische Motive, die spannende Schatten werfen.

Bei einem Spaziergang durch München habe ich jedoch ein Fahrrad an einer Wand entdeckt – und der Schatten des Körbchens hat mich sofort fasziniert.

Und wer weiß, was sich im Laufe des Jahres noch alles finden lässt. Unsere Aufgaben begleiten uns schließlich durch das gesamte Studium.

Geht selbst auf Entdeckungsreise!

Zum Schluss möchte ich euch ermutigen, selbst auf die Suche nach den passenden Motiven zu gehen. Egal, ob in der Stadt oder in der Natur.

Nehmt euch Zeit, schaut genau hin, spielt mit Perspektiven. Motive gibt es überall. Achtet bei eurem nächsten Spaziergang oder Städtetrip bewusst auf Linien und Schatten.
Und auch wenn zu Schatten immer Licht gehört: Lasst euch nicht entmutigen, wenn es einmal trübe Tage gibt.

Ein paar Tipps:

  • Sucht bewusst nach Kontrasten (wenn die Sonne scheint)
  • Betrachtet Schatten als eigenständiges Motiv
  • Gestaltet eure Bilder bewusst – z. B. indem ihr eine Person ins Bild nehmt; so entstehen schnell spannende Silhouetten

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