Feuerinseln Part 2

Vulkanmomente und zurück zum Festland

Nach den aufregenden Tagen auf Vulcano ging es weiter für die nächsten Tage nach Stromboli. Habe ich nun endlich coole Vulkanfotos machen können? Und kann es sein, dass ich sogar mal wieder geschnorchelt bin? Lasst euch überraschen im zweiten Teil des Berichts über die Fotoreise auf die „Feuerinseln“!

Donnerstag, 2. Juli:
Unterwegs auf Stromboli

Ich wachte zufällig um 6 Uhr auf und durfte den Sonnenaufgang erleben. Heute war wieder ein sehr heißer Tag, nach dem Frühstück trafen wir uns im Gemeinschaftsraum des Hotels. Es gab einen Vortrag von Ulla zum Thema Storytelling und sie erzählte uns, wie sie an ihre Fotoaufträge herangeht. 
Danach hatten wir „Freizeit“. Ich beschloss, doch einen kurzen Spaziergang Richtung „Gelber Kirche“ zu machen. Zu mehr reichte es nicht, ich brauchte noch die Energie für den Abend.
Da war der Plan bis zu der Stelle zu wandern, die man ohne Guide besuchen darf und von der aus man einen tollen Blick auf den Vulkan hat.
Heute waren zwar weniger Wolken als gestern, es war trotzdem windig und wurde ganz schön kühl.
Aber ich hatte es geschafft und ein paar schöne Vulkanfotos machen können! Erst gegen 22 Uhr machten wir uns im Dunklen auf den Rückweg – mit vielen anderen Wandergruppen.

Freitag, 3. Juli:
Fototour durch Panarea und Schnorcheln

Der Tag startete mit einem Gewitter und heftigem Regen.  Bis zum Frühstück hatte der zum Glück wieder aufgehört.
Wir fuhren bei ziemlichem Wellengang und dunklen Wolken nach Panarea, der letzten Insel unserer „Feuerinseln“-Reise. Das Wetter wurde immer besser, wir erkundeten die kleine Stadt. Leider trennten sich unsere Wege an der Kirche – ein Teil der Gruppe ging weiter Richtung Westen, der Rest wieder zurück zum Hafen. Trotzdem trafen wir uns dann noch im „La Pina“, dem besten Restaurant der Äolischen Inseln mit wirklich leckerem Essen.
Wir fuhren mit dem Zodiac nur ein kleines Stück weiter, ankerten vor dem Felsen „Lisca Bianca“ – und da war ich fleißig am Schnorcheln! Endlich mal wieder in meinem Element! Und – ich lieh mir die GoPro von Conny aus und machte ein paar Fotos und Filme. Hier geht gleich mal das Danke schön an die liebe Chrissy „Sonnenshyn“ raus, die Conny die Kamera beim Fotogipfel mitgegeben hatte.
Unter dem Fotoalbum habe ich euch ein kleines Video verlinkt.
Es hat wirklich viel Spaß gemacht, die Fische zu sehen und das tolle Licht der Sonnenstrahlen, wie sie sich im Wasser gebrochen haben.
Dann hieß es aber weiterfahren, Enrico steuerte das Zodiac noch in eine ganz kleine Höhle, dann ging es zurück nach Stromboli.
Kurz vor dem Hafen trafen wir auf zwei Fischer, mit denen Ulla kurz sprach – leider haben sie praktisch nichts in ihrer Reuse gehabt – aber trotzdem bekam Ulla ein paar ganz frische Scampis gereicht.
Wir sind kurz nach 17 Uhr zurück, legen am „Vulkansteg“ in der Nähe an und machen uns auf den Weg zum Hotel. Für den Abend bilden sich Gruppen. Conny und ich nehmen Anna, „unsere“ Teenager-Fotografin aus Amerika, unter unsere Fittiche und machen uns auf den Weg zu einem guten Fotospot, um Vulkanfotos zu machen. Dort gesellt sich „Vulcano“ zu uns, der Kater, der hier immer unterwegs ist. Später kommt auch noch Udo zu unserem Fotospot und wir freuen uns auf den ausbrechenden Vulkan.

Hier das Video vom Schnorcheln vor einer kleinen Felsgruppe:

Samstag, 4. Juli:
Rund um Stromboli – und ein wunderbares Schnorchelerlebnis

Am heutigen Tag stand die Insel Stromboli im Fokus. Wir starteten mit einem Besuch des Dorfes Ginonstra, das am anderen Ende der Insel liegt. Hier gibt es nur wenige permanente Einwohner. Wieder einmal war es ziemlich heiß, als wir den steilen Serpentinenweg hoch ins Dorf gingen. Im dortigen kleinen Laden kauften wir kühle Getränke, dann schaute sich jeder noch ein bisschen in seinem eigenen Tempo um. Es ging dann weiter um die Insel, wir staunten über die Dimension der „Lavarutsche“. 
Dann war es soweit – der Schwenk zur kleinen vorgelagerten Insel Stromboliccio, wo es noch einmal zum Schnorcheln ging. Hier war ich wieder mit der GoPro unterwegs und so begeistert von der Unterwasserwelt und dem gerade vorherrschenden Licht, dass ich nicht mehr aus dem Wasser raus wollte. 
Auch von diesem Schnorchelausflug habe ich ein kleines Video geschnitten, das ich euch unter den Fotos verlinkt habe.
Bald ging es zurück zum Festland, für heute stand noch ein letztes Mal eine Tour zum Vulkan an. Ulla brachte uns an eine ganz besondere, abgelegene Stelle – einfach magisch! Dort gab es noch ein paar Knabbereien und wir stießen mit einem leckeren Wein auf diese tolle Reise an.
Erst nach 22 Uhr konnten wir uns vom Anblick der Lavafontänen losreißen und machten uns auf den Rückweg.


Schaut einfach auf unserem YouTube-Kanal vorbei für die Videos:

Sonntag, 5. Juli:
Zurück aufs Festland und der Vulkanausbruch

Der Tag begann sehr früh. Ich hatte meine Reisetasche gestern fast fertig gepackt, jetzt nur noch die letzten Dinge einsortiert, dann brachte ich die Tasche zur APE des Hotels, unser Gepäck wurde später zum Hafen gebracht.
Das Hotel kam uns entgegen und wir konnten schon um 7:15 frühstücken – denn um 7:45 Uhr mussten wir unseren 20-minütigen Spaziergang zum Hafen starten. Dort wartete noch eine Überraschung auf uns – unser Kapitän Enrico kam vorbei, um sich von uns zu verabschieden. Es war nicht sicher, ob er es wegen dem nächsten Boots-Job schaffen würde. 
Die Fähre fuhr pünktlich los, auf Vulcano mussten wir noch einmal umsteigen.
In Milazzo angekommen blieb wegen der Verspätung kaum mehr Zeit, bald war unser Bus da, mit dem es zurück nach Catania ging. Der Busfahrer eröffnete uns noch vor der Abfahrt, dass der Ätna doch etwas stärker ausgebrochen ist und deshalb schon einige Flüge gestrichen wurden. Wir konnten die Rauchwolken sehen, noch ahnten wir aber nicht, was mit unseren Heimreisen passieren würde.
Am Busbahnhof am Flughafen verabschiedeten wir uns von Ulla, die von hier aus gleich mit dem Bus nach Palermo fuhr. Udo und ich machten uns mit dem Stadtbus auf den Weg in die City. Mein Hotel war nur ein paar Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, ich konnte gleich einchecken – in ein erschreckend kleines Einzelzimmer… 
Auch wenn es ziemlich warm war, machte ich mich noch einmal auf den Weg Richtung Altstadt. Dabei kam ich auch an einigen Stellen vorbei, an denen ich 2022 mein Modelshooting hatte. Ich traf mich noch mit Conny und Udo, die auch beide am nächsten Tag heim fliegen würden. Am Abend trafen wir uns noch mit Heike und Stefan zum Essen, bevor es wieder zurück zum Hotel ging.

Montag, 6. Juli:
Wir bleiben hier

Ich wachte recht früh auf, um halb 7 kam die Info – mein Flug wurde storniert wegen dem Ätna-Ausbruch… Das hieß, überlegen, wie ich wieder nach Hause komme. Zum Glück konnte ich über die Lufthansa-Hotline für den nächsten Tag den letzten Sitzplatz in einer Maschine von Palermo nach München ergattern. Jetzt musste ich schnell sein: ein Hotel in Palermo zu buchen (hat gut geklappt), einen Sitzplatz im Bus nach Palermo ergattern (das klappte leider erst für den Bus um 19 Uhr…) und auch gleich den Shuttlebus vom Hotel zum Flughafen zu buchen (meine erste Buchung über „Get your Guide“).
Als alles erledigt war, spazierte ich noch einmal durch Catania. Auch die anderen konnten nicht fliegen, jeder versuchte, Alternativen zu finden. Udo buchte eine weitere Hotelnacht in Catania, Conny zog sich nochmal zurück. Mit ihr fuhr ich abends gemeinsam mit dem Bus nach Palermo.
Ich schaute mich noch etwas am Hafen um, es war aber einfach zu warm für weitere Aktivitäten. Ich konnte mein Gepäck zum Glück kostenlos im Hotel zwischenlagern und der Weg zum Busbahnhof der „Fernbusse“ war auch nicht weit weg. Es klappte alles recht gut und kurz nach 23 Uhr kam unser Bus in Palermo an. Das Hotel war gleich um die Ecke und nach dem Check-In ging es aufs Zimmer. Was für ein Tag!

Dienstag, 7. Juli:
Es geht nach Hause

Auch wenn mein Hotel wirklich nicht das Beste war – die Lage war ganz klar der Vorteil. Nach einem sehr kurzen Frühstück packte ich meine Taschen, gab den Schlüssel ab und war nach ein paar Schritten an der Stelle, wo die Shuttlebusse zum Flughafen los gehen.
Ich konnte sogar einen Bus eher fahren und da wir noch ein paar Stopps einlegten war klar – auch der Start direkt am Bahnhof war sehr gut, denn der Bus wurde total voll.
Nach knapp einer Stunde Fahrt kamen wir am Flughafen an und ich stürzte mich ins Getümmel. Wieder war ich sehr froh, dass ich um einiges früher hier war, denn die Warteschlangen an der Gepäckausgabe wurden immer länger… Dort traf ich zufällig nochmal auf drei Teilnehmer unserer Reise.
Nach dem Checkin gönnte ich mir noch einen „Pistazienkrapfen“, weiter ging es durch die Sicherheitskontrolle.
Es war unfassbar viel los, das Boarding verzögerte sich etwas. Dann war ich endlich im Flieger! Der Flug war ruhig und obwohl es hieß, dass er ausgebucht ist hatte ich das Glück, dass der Mittelplatz leer blieb.

Ich kam gut in München an und wurde von meinem Schatz abgeholt. Mit einem Tag Verspätung und viel Aufregung hatte ich es dann also doch geschafft – und machte mich gleich an die Sicherung der zahlreich entstandenen Aufnahmen.

Zum Abschluss habe ich hier noch ein Foto unserer Gruppe (Florentina ist leider nicht mit drauf) – aufgenommen mit der Kamera von Christian – danke, dass ich das Bild verwenden darf!

C.MuellerPlanitz_CMB6495-bea

Mein Fazit:

Auch die zweite „Pionierreise“ mit Ulla war sehr geniale und spannend! Im Großen und Ganzen hat alles wie geplant funktioniert. Für mich war es einfach toll, dass wir wirklich alle der „großen“ Äolischen Inseln besucht haben. Auch wenn wir nur kurz vor Alicudi beim Baden waren, weil die Zeit nicht mehr gereicht hat und wir natürlich bei der Hitze nicht groß auf den Inseln gewandert sind. Einen ersten Überblick kann man so bekommen und stellt dabei schon die unterschiedlichen Charakteren der Inseln fest.

Ulla hat die Reise fest in ihr Programm aufgenommen – schaut auf jeden Fall auf ihrer Webeseite vorbei, wenn ihr auch mal dabei sein wollt:

Wenn ihr den ersten Teil der Reise verpasst habt, klickt einfach auf diesen Link, dann kommt ihr zu Teil 1!

Wenn ihr wissen wollt, wie meine erste „Pionierreise“ mit Ulla nach Sizilien war – schaut doch gerne beim Blog vorbei, den ich euch hier verlinke!

Hier habe ich euch noch die beiden Hotels verlinkt, in denen wir auf Vulcano und Stromboli übernachtet haben:

Die ersten Tage auf Vulcano hat ein Teil unserer Gruppe in dem kleinen Hotel „Al Togo“ am Rand des Dorfes verbracht. Ein kleiner Pool und ein toller Blick auf den Vulkankrater gehörten dazu. Bis zu Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants ist es auch nicht weit. Das Frühstück war leider nicht mehr umfangreich und wurde unter freiem Himmel am Pool aufgebaut.

Das „Hotel Villagio Stromboli“ ist eine sehr schöne Anlage direkt an der Küste von Stromboli. Vom Hafen mit dem Fährableger sind es knapp 20 Minuten zu Fuß. Ich hatte ein schönes Zimmer (Doppelbett und Einzelbett) und eine schöne Aussicht auf den vorgelagerten Felsen Stromboliccio.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert