Fuji-Ersterfahrungswerte

Ab in den Urlaub – mit den neuen Fuji’s

Anfang November ging es für uns in den „Sonnenurlaub“ – dieses Jahr nach Mauritius. Und mit dabei unsere komplett neue Fuji-Kameraausrüstung. Hier möchte ich euch unsere Erfahrungen, die wir in diesem Urlaub bei der Landschaftsfotografie sammeln konnten, schildern und natürlich auch ein paar Einblicke in den Urlaub geben.

Gleich zu Beginn: Wenn ihr euch wundert, warum es keine Fotos von den überall so gelobten Sandstränden gibt: Wir sind leider an keinem vorbei gekommen bzw. waren nur bei „suboptimalem“ Wetter dort. Aber das nur so am Rande.

Eine weitere Zusatzinfo:
Bei den Bildern handelt es sich komplett um jpg-Bilder, die nur zum Teil bearbeitet wurden. Hin und wieder ein leichter Crop und natürlich die Schwarz/Weiß-Konvertierung bei ein paar Bildern. Die Objektive von Fuji liefern so eine gute Bildqualität, dass wir bei ausgeglichenen Lichtverhältnissen (was bei Bewölkung oft der Fall war) auf die RAW-Dateien verzichten können. Erstellt wurden beide Formate. Bei einigen Bilder werde ich sicher für eine noch bessere Einzelveröffentlichung auf die RAW-Dateien zurückgreifen.

Neue Erfahrungen beim Flug

Da ging es schon mal los: Wir flogen von München über Frankfurt nach Mauritius – und bei keinem der Flüge mussten wir die Kameras und Objektive auspacken und Fotos machen. Auch nicht auf den Rückflügen. Was sicher an der kleinen Bauform der Gehäuse liegt. Und wir waren froh über die Zeitersparnis.

Der Hinflug ging über Nacht, beim Rückflug hatte ich einen Fensterplatz und wir waren tagsüber unterwegs. Und da war der Vorteil, dass ich mit der kleinen, handlichen Kamera Fotos machen konnte, ohne dass die anderen Reisenden durch die „Klackgeräusche“ gestört wurden. Einfach Cam auf „lautlos“ stellen und schon kann es losgehen! Denn wenn man über die Afrikanische Landmasse fliegt, dann gibt es unglaublich spannende Motive zu sehen!

Die Fuji und die Wasserfälle

Mauritius ist ja eine grüne Insel – und wir haben sehr viel Regen abbekommen, der für das Grün sorgt. Es gibt hier einige Wasserfälle zu erwandern. Einer der höchsten ist der Alexandra-Fall im Süden der Insel. Zu diesem geht es einen steilen und an manchen Stellen nicht ganz einfachen Weg nach unten. Wer nur oben am gut ausgebauten Parkplatz mit Picknickmöglichkeiten bleibt, lässt sich eine tolle Aussicht und den Blick viele Meter in die Tiefe entgehen. Hier zeigte sich wieder, dass man mit der Fuji X-T2 und dem 50-140mm Tele aus der Hand mit Blende 22 und einer Zeit von 1/6 Sekunde scharfe Bilder machen kann. Das hat mich von Anfang an bei dieser Kamera begeistert.

Eine weitere, lange und anstrengende Wanderung mit komplettem Wetterwechsel von Regenschauer, kurz mal blauer Himmel bis wieder Regen führte uns zu den Wasserfällen von Tammarind, die auch als „Seven Cascades“ bekannt sind. Ein paar davon haben wir gesehen und fotografiert. Die Wasserbecken und die großen und kleinen Kaskaden sind sehr sehenswert. Bei diesen Wanderungen war das geringe Gewicht der Ausrüstung wieder ein sehr großer Vorteil. Und wir konnten in einen Rucksack sogar die Regenjacken packen, die wir ja dann auch leider brauchten.

Mit der Fuji auf den Berg und durch Wälder

Gut – Berg ist so eine Sache für uns Bayern. Die höchste Erhebung auf Mauritius ist 828 Meter hoch, was bei uns ja eher ein Hügel ist. Aber wir waren über zwei Stunden bergauf und bergab auf nassen, rutschigen Wanderwegen hoch zum Gipfel unterwegs. Zum Schluss war sogar noch Hochhangeln am Seil angesagt. Wir hatten beide Rucksäcke dabei, natürlich beide Kameras und vier Objektive. Und das alles war leichter als früher ein Rucksack mit nur einer Kamera mit einem Objektiv.

Mit dem Wetter hatten wir etwas Pech. Die dicken Wolken zogen über die Wälder und oben angekommen wurde es immer schlimmer. So gibt es auch keinerlei „Aussichtsbilder“. Aber die Bank, die hier oben steht, mussten wir natürlich fotografisch festhalten. Diese wurde von drei deutschen Freunden im Jahr 2015 hier hochgeschleppt. Die Bank hat sogar ihre eigene Facebookseite, wenn ihr auch mal Fotos vom Ausblick dort sehen wollt: bench828

Kreuz und quer durch die Insel

Wir haben uns an einem Tag die einzige zu besichtigende Teefabrik der Insel angeschaut und eine Führung mitgemacht. Da die Produktionshallen ziemlich schlecht beleuchtet waren, haben wir hier mit hohen ISO-Zahlen gearbeitet. Auch in diesem Punkt ist die Fuji sehr gut: Das „Tee-Tablett“ ist mit einer ISO von 6.400 aufgenommen. Die Aufnahme der Hände der Teeverpackerin sind mit ISO 12.800 entstanden. So ein geringes Rauschen hatte ich bei meiner anderen Kamera schon bei 3.200 nicht mehr.

Am vorletzten Urlaubstag und damit am letzten Tag mit unserem Mietwagen wollten wir noch einmal in den Süden. Da dort aber die dicken Wolken in den Bergen hingen, ging es spontan entschlossen doch noch in die „große Stadt“, nach Port Louis, der Hauptstadt der Insel. Man muss sich durch einigen Verkehr arbeiten und ziemlich geduldig sein. An der Waterfront gibt es ein großes Parkhaus, das wir nutzten, und dann gingen wir hier ein bisschen spazieren.

Ein Bereich der Einkaufspassage ist von bunten Schirmen überspannt, was eine Touristenattraktion ist und natürlich auch von uns im Bild festgehalten wurde. Dann kamen wir an eine Saftbar – und bekamen live und ganz frisch Zuckerrohrsaft gepresst. Zuckerrohr wird auf Mauritius sehr viel angebaut und der Saft hatte eine angenehme Süße. Und so sind wir auch zu Fotos von dem netten Herrn an der Saftpressmaschine gekommen.

Hin und wieder sind Fotos durch die Frontscheibe während der Fahrt entstanden (wie das Bild vom Mofafahrer mit dem Grünzeug). Ein paar landestypische Blumen und Vögel sind uns auch vor die Linse gekommen. In die Mitführfocussierung muss ich mich noch mehr einarbeiten, da gibt es auch ganz viele Möglichkeiten. Wir haben Massen an Wellen fotografiert, um die Serienbildaufnahme mit Nachführung zu testen.

Wir sind an der berühmtesten Kurve der Insel ganz im Süden vorbei gekommen und haben natürlich auch ein Weitwinkelbild gemacht. Und wir hatten sogar ein paar Sonnenuntergänge. Da unser Hotel aber leider nicht an einem Strand war, gibt es den nur mit Bäumen davor. Und da am letzten Urlaubstag doch noch mal die Sonne da war, hab ich euch noch ein Bild mit blauem Himmel in die Auswahl geschmuggelt. Dieses wurde in der Hotelanlage aufgenommen. Leider hatten wir kein Auto mehr und haben den Sonnenschein genutzt, um die netten Ecken in unserer Anlage zu erforschen.

Unser Fazit

Bereits auf Mallorca hatte ich festgestellt, dass mir die Handhabung der Fuji X-T2 sehr gut liegt. Da ich im Normalfall auch weitestgehend im manuellen Modus arbeite, bin ich auch damit gut klar gekommen. Das geringe Gewicht ist einfach unschlagbar und die Schärfe und Bildqualität gefallen mir sehr gut.

Das Schwenkdisplay kam auch immer wieder zum Einsatz für ungewöhnliche Blickwinkel. Das lautlose Auslösen war mir im Flugzeug wichtig und auch bei den kleinen Vögeln, die bei der Teeverkostung ganz frech nur wenige Zentimeter weg von uns saßen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich die Themen, auf die man schnell zugreifen muss, auf die Tasten zu programmieren, in das Menü der Quicktaste zu legen oder sich sein eigenes Menü zusammenzustellen, um schnell zu wechseln. Damit kommen mein Mann und ich sehr gut klar und das gehört mit zu den Pluspunkten der Kamera.

Auch das Thema der Bildspeichermöglichkeiten ist spannend. Zwei Kartenslots bieten natürlich auch andere Hersteller an. Aber ich hatte sie bei meinen Canon-Kameras halt nie. Im Urlaub haben wir auf die größere Karte die RAW-Dateien und auf die kleinere die jpgs abgespeichert. Die SD-Karte kann ich einfach in den Kartenslot meines Laptops stecken und brauche kein separates Lesegerät mehr. Und da ich es vor Jahren mal geschafft hatte, einen Pin in einer Kamera umzubiegen und ein anderes Mal eine Karte geschrottet hatte, weil ein Pin diese beschädigt hat, ist es praktisch, dass diese „Fehlerquelle“ nun auch wegfällt.

Überlegt ihr auch gerade, das System zu wechseln? Habt ihr noch Fragen zu unseren Erfahrungen? Nach zwei Monaten können wir zwar noch nicht zu allen Themen ausführliche Statements abgeben, aber haben uns doch schon eine ausführliche eigene Meinung gebildet. Also schreibt uns gerne per Mail oder in den Kommentaren! Wir freuen uns auf euer Feedback!

One thought on “Fuji-Ersterfahrungswerte

  1. Sehr schön Andrea. Besten Dank für Deine Einsichten … und Aussichten, bzw. Anischten. 🙂
    Und natürlich die Erfahrungswerte beim Umstieg. Klasse gemacht.
    Martin

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